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„Wichtiges Thema in Zeiten von Fake News“: Sonderpreis beim Thüringer Kinder- und Jugendpreis an die Regelschule Roßleben

Roßleben, 24. Oktober 2017. „Weil das Thema so entscheidend für die Ausgestaltung einer lebendigen Demokratie ist, erhält das Projekt der Regelschule Gerhart Hauptmann aus Roßleben einen Sonderpreis verliehen.“ So begründete die Jury des Thüringer Kinder- und Jugendpreises die Vergabe der Auszeichnung an ein Medienprojekt unter Leitung des Sozialkunde- und Geschichtslehrers Andrei Fischer. Die Auszeichnung wurde von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow vorgenommen. Der Kinder- und Jugendpreis ist eine gemeinsame Initiative der Paritätischen BuntStiftung und der Sparkassen Finanzgruppe Hessen-Thüringen.

„In einer Situation, in der Stichworte Fake News oder Lügenpresse in der öffentlichen Debatte herumgeistern, ist es umso wichtiger, jungen Menschen die Bedeutung von Medien und deren Rolle im demokratischen Entscheidungsprozess deutlich zu machen“, würdigte der Geschäftsführer der Sparkassen Finanzstiftung Hessen-Thüringen, Thomas Wagner, das Projekt der Schule. So konnten die Schülerinnen und Schüler an einem konkreten Fallbeispiel die Folgen der Einschränkungen für freie Presse bearbeiten. Außerdem wurde die Kommunikation der Parteien im Wahlkampf unter die Lupe genommen. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren auch, wie durch gezielte Auswahl bzw. das Weglassen von Informationen und Bildern die Nutzer systematisch beeinflusst und manipuliert werden können.

Andrei Fischer, aber auch die mitgereisten Schülerinnen und Schüler, Melissa, Antonia und Benjamin, sprachen sich am Rande der Veranstaltung dafür aus, dass an den Schulen in Thüringen noch mehr über die Nutzung von Medien gelehrt wird.

Vergeben wurde der Kinder- und Jugendpreis zum achten Mal. Der diesjährige Wettbewerb  stand unter dem Motto „Es ist Deine Zukunft – Mitgestalten ist einfach“. Gesucht wurden Projekte zum Thema Wahlen und Demokratie und Vorhaben, mit  denen Kindern und Jugendlichen Mitwirkung und Mitgestaltung ermöglicht wird.

„Wer das persönliche Umfeld schon früh mitgestalten kann, wer mitbestimmen kann, wie kindgerecht sein Orts- oder Stadtteil ist, wer spürt, dass seine Stimme zählt – bei dem sind die Grundlagen gelegt, sich auch später in die gesellschaftliche Entwicklung einzubringen. Nicht nur, aber auch bei Wahlen“, plädierte Ministerpräsident Bodo Ramelow für eine möglichst frühe Einbindung von Kindern und Jugendlichen in gesellschaftliche Entscheidungsprozesse.  Alle nominierten Projekte atmeten diesen Spirit der Gemeinschaft. Junge Menschen  würden durch die Mitarbeit fit gemacht, sich mit der Demokratie und dem politischen System auseinanderzusetzen und so schon früh zu Mitgestaltern der Gesellschaft.

Die Präsidentin der Paritätischen BuntStiftung, Evemarie Schnepel, nannte die Projekte „Vorbilder für das Engagement von Jugendlichen und Kindern für die Gemeinschaft.“ Und sie fügte hinzu: „Das Mitgestalten von Gesellschaft kann nicht früh genug anfangen.“

Der Geschäftsführer der Sparkassen Finanzgruppe Hessen-Thüringen, Thomas Wagner, ermunterte die jungen Menschen, bei ihrem Engagement durchaus auch unbequem zu sein und gesellschaftliche Zustände und Entwicklungen kritisch zu hinterfragen. „Das Mitgestalten von Gesellschaft kann nicht früh genug anfangen“.

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