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„Kitas sind Kinderstube der Demokratie“ – Zweiter Preis beim Kinder- und Jugendpreis Thüringens geht an den Kinderschutzbund

Erfurt, 24. Oktober 2017. Die Thüringer Kitas sind „Kinderstuben der Demokratie“ , in denen Kinder möglichst früh erfahren sollen, was das Recht auf Beteiligung bedeutet. Das Projekt „Lebens(t)raum“ des in Erfurt beheimateten Landesverbandes des Deutschen Kinderschutzbundes treibt dieses Thema in Thüringen voran. Deshalb wurde das Projekt, an dem Kitas in Großwechsungen, Kirchheim, Weimar und Schlöben beteiligt sind, mit dem zweiten Preis des diesjährigen Thüringer Kinder- und Jugendpreises ausgezeichnet. Die Ehrung nahm Ministerpräsident Bodo Ramelow vor. Der zweite Preis ist mit 3000 Euro dotiert. Der Kinder- und Jugendpreis ist eine Initiative der Paritätischen BuntStiftung und der Sparkassen Finanzgruppe Hessen-Thüringen.

In ihrer Laudatio hob die Präsidentin der Paritätischen BuntStiftung, Evemarie Schnepel, hervor, dass es in den Kitas als „Kinderstube der Demokratie“ um die Vermittlung von Haltung gehe. „Es geht darum, dass die Kinder sich zuständig fühlen für die eigenen Belange und die Belange der Gemeinschaft. Es geht um die Kompetenz, die eigenen Interessen vertreten zu können. Derartige Haltungen und Kompetenzen entwickeln sich sehr früh.“ In den beteiligten Kitas werden die pädagogischen Fachkräfte entsprechend qualifiziert, so dass sie die Interessen der Kinder und deren Anliegen vertreten und wahrnehmen können. Auch werden die Kinder bei Planung und Ausführung des Vorhabens stets einbezogen.

Vergeben wurde der Kinder- und Jugendpreis zum achten Mal. Der diesjährige Wettbewerb stand unter dem Motto „Es ist Deine Zukunft – Mitgestalten ist einfach“. Gesucht wurden Projekte zum Thema Wahlen und Demokratie und Vorhaben, mit denen Kindern und Jugendlichen Mitwirkung und Mitgestaltung ermöglicht wird.

„Wer das persönliche Umfeld schon früh mitgestalten kann, wer mitbestimmen kann, wie kindgerecht sein Orts- oder Stadtteil ist, wer spürt, dass seine Stimme zählt – bei dem sind die Grundlagen gelegt, sich auch später in die gesellschaftliche Entwicklung einzubringen. Nicht nur, aber auch bei Wahlen“, plädierte Ministerpräsident Bodo Ramelow für eine möglichst frühe Einbindung von Kindern und Jugendlichen in gesellschaftliche Entscheidungsprozesse. Alle nominierten Projekte atmeten diesen Spirit der Gemeinschaft. Junge Menschen würden durch die Mitarbeit fit gemacht, sich mit der Demokratie und dem politischen System auseinanderzusetzen und so schon früh zu Mitgestaltern der Gesellschaft.

Die Präsidentin der Paritätischen BuntStiftung, Evemarie Schnepel, nannte die Projekte „Vorbilder für das Engagement von Jugendlichen und Kindern für die Gemeinschaft.“ Und sie fügte hinzu: „Das Mitgestalten von Gesellschaft kann nicht früh genug anfangen.“

Der Geschäftsführer der Sparkassen Finanzgruppe Hessen-Thüringen ermunterte die jungen Menschen, bei ihrem Engagement durchaus auch unbequem zu sein und gesellschaftliche Zustände und Entwicklungen kritisch zu hinterfragen. „Das Mitgestalten von Gesellschaft kann nicht früh genug anfangen“.

 

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